Das Naturdenkmal Gletscherschliff
Martin und Franz Bartl (Uropa und Opa vom jetzigen Eigentümer) haben 1930 beschlossen das Berggasthaus zu erbauen.
Beim Abebnen des Hanges wurden einige Gesteinsbrocken freigelegt und diese hat man dann für den Hausbau gleich verwendet. Das sieht man an der vorderen Hausmauer sehr gut.
Ein Kurgast, Geheimrat Dr. Penck, hat bei einer Baustellenbe- sichtigung unseren Gletscherschliff entdeckt. Geheimrat Dr. Penck war ein Geologe an der Universität von Berlin.
Der Inntalgletscher zog von Süden nach Norden und hinterließ hier seine Schrammen.
Wenn man von links nach rechts über den Gletscherschliff fährt, spürt man keinen Widerstand. Der Gletscherschliff ist deshalb so gut erhalten, weil er früher in Schutt gelegen hat. Er wurde davon befreit und ein Dach darüber gebaut. Die Felswände links und rechts davon sind leider mit der Zeit verwittert.
Die jüngste Eiszeit war vor ca. 25.000 Jahren. Während der ältere Gletscher von Norden nach Süden zog, drängte sich der Inntalgletscher von Süden nach Norden.
Er zog also vom Engadin über Innsbruck nach Bayern. Er hat von dort einige harte Gesteinsbrocken mitgenommen, und diese haben dann unseren weichen Kalkstein abgeschliffen. Hier kann man einige Gesteinsbrocken z.B. Glimmerschiefer und Granit betrachten.
Die Eismassen waren ca. 2000 Meter hoch. Die Berge, die darunter lagen, wurden abgerundet und die Berge, die darüber lagen, blieben spitz und zackig. Das kann man am Karwendel sehr gut erkennen. Der Lindenkopf liegt unter 2000 Meter und ist deshalb abgerundet und die Gipfel darüber liegen über 2000 Meter und sind deshalb spitz.